WIR MÜSSEN ZUHÖREN

Wissenschaftler*innen können die Welt verändern. Ohne Nikola Tesla, Marie Curie, Albert Einstein und Sir Isaac Newton gäbe es die Welt, wie wir sie kennen, nicht

Text: Sophie Schimansky

Menschen wie Christian Drosten und Anthony Fauci sind seit der Pandemie wohl allen ein Begriff. Politiker*innen sollen Wandel letztendlich ausführen und umsetzen. Das funktioniert aber oft nicht ohne Expert*innen, Forscher*innen und natürlich die Wissenschaft. Meist sind es alteingesessene, etablierte Wissenschaftler*innen, denen wir mal mehr, mal weniger Gehör schenken – doch junge Menschen sind die Zukunft, und die aktuelle Generation junger Menschen gestaltet diese Zukunft besonders aktiv mit, man denke etwa an die ­Bewegung Fridays for Future. Greta Thunberg, Luisa Neubauer, so heißen unsere Heldinnen. Sie werden von Talkshow zu Talkshow gereicht und sind, wenn auch polarisierende, aber definitiv bekannte Gesichter.

Wenn das Junge und die Wissenschaft aufeinandertreffen, entsteht eine besonders potente Gruppe an Menschen: Nachwuchswissenschaftler*innen. Wir haben ihnen unsere gesamte Ausgabe gewidmet, denn in Zeiten von Klimawandel, Krieg und Pandemie können sie Wandel ganz besonders vehement bewirken. Sie wirken in Gesprächen mutig, sehen weniger Hürden als ältere Kolleg*innen; sie machen, sie verändern die Welt um sich herum. Und deswegen treten sie überhaupt erst an – nichts Geringeres kommt für viele der jungen Menschen, mit denen meine Kolleg*innen und ich für diese Ausgabe gesprochen haben, überhaupt erst infrage. Darunter machen sie es nicht. Es ist beeindruckend, wie zielstrebig und unerschrocken sie vorgehen, um die Welt besser zu machen. Dabei geht es ihnen nicht um den Wettbewerb mit den älteren, etablierten Forscher*innen – sie arbeiten mit ihnen zusammen, befruchten sich gegenseitig. Die Alten bringen Erfahrung und Wissen, die Jungen Innovationskraft und Energie.

Wenn wir ihnen nun aufmerksam genug zuhören und sie finanziell fördern, dann können sie die Welt vielleicht wirklich besser machen.